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Aktuelle Nachrichten zum Thema Tibet und Tibeter im Exil

Die blinden Kinder von Tibet - GEOlino-Reportage

22. Februar 2018

In ihrer Blindenschule von Lhasa leben 28 Kinder. Hier wird ihnen Tibetisch, Chinesisch, Englisch, Mathematik und die Kunst der Massage beigebracht. Und sie lernen, unabhängig zu sein, sich mit dem Blindenstock in der Stadt zu orientieren.

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Humboldt-Forschungspreis: Wie der Buddhismus nach Tibet kam

22. Februar 2018

Der Tibetologe Dr. Jan-Ulrich Sobisch forscht für ein Jahr als Humboldt-Forschungspreisträger am Centrum für religionswissenschaftliche Studien, kurz Ceres.

Herr Sobisch, womit befassen Sie sich in Ihrem Jahr an der RUB?
Der Humboldt-Preis macht es mir möglich, ein Buchprojekt, mit dem ich mich schon lange beschäftige, zu Ende zu bringen. Es geht um die Übersetzung eines Kommentars zum Buddhismus in Tibet aus dem 17. Jahrhundert, der auf einen älteren Kommentar aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht. Ich übertrage das Buch, das zuvor noch niemand bearbeitet hat, ins Englische. Ans Ceres bin ich mit dem Preis gekommen, weil es hier einen einzigartigen Forschungskontext gibt. Ich werde hier für meine Arbeit wichtige religionswissenschaftliche Fragestellungen erarbeiten und erforschen.

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Lhasa, Tibet: Feuer in buddhistischem Jokhang-Tempel ausgebrochen

20. Februar 2018

Nach Angaben der Zeitung "Tibet Daily" wurde niemand verletzt. Die Brandursache und das Ausmaß der Schäden blieben zunächst unklar. Auf Fotos, die in sozialen Netzwerken geteilt wurden, war zu sehen, wie das Dach des Heiligtums in Flammen stand. Der Jokhang-Tempel wurde im siebten Jahrhundert erbaut und gehört zu den bedeutendsten Pilgerstätten buddhistischer Gläubiger. Seit dem Jahr 2000 zählt er zum Unesco-Weltkulturerbe.

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China: Daimler knickt ein und löscht Dalai-Lama-Zitat

07. Februar 2018

Daimler hat mit einem Zitat des Dalai Lama in China und Deutschland eine Kontroverse verursacht. In der Volksrepublik hatte der Autokonzern mit einem Spruch des tibetischen Führers geworben, sich dann aber dafür entschuldigt. Die Menschenrechtsorganisation International Campaign for Tibet (ICT) bezeichnete die Entschuldigung in einer Mitteilung als einen "beschämenden Kotau vor der Diktatur".

Daimler hatte auf Instagram ein Bild eines Mercedes zusammen mit dem Schriftzug "Betrachte Situationen von allen Seiten, und Du wirst offener" veröffentlicht, ein Zitat des Dalai Lama. Eine Sprecherin des Autobauers bestätigte, dass der Beitrag gelöscht wurde, nachdem es Beschwerden chinesischer Internetnutzer gegeben hatte.

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Rätselhafte Herkunft erforscht: Der Nazi-Buddha aus dem All

30. Januar 2018

Was für eine Geschichte: Eine Truppe Nazis klaut auf einer Expedition nach Tibet in den Dreißigerjahren eine Statue - tausend Jahre alt, eine Darstellung von Vaishravana, einer der vier buddhistischen Himmelskönige. Auf der Brust trägt die Figur ein rückwärts gedrehtes Hakenkreuz, eine Swastika - ein Glückssymbol in vielen fernöstlichen Religionen.

Doch es wird noch besser: 2012 untersuchen deutsche Materialforscher das stark eisenhaltige Gestein der Statue. Sie stellen fest: Der als Eisenmann bezeichnete Klotz ist nicht von dieser Welt, er wurde aus Teilen des sogenannten Chinga-Meteoriten hergestellt, der vor rund 15.000 Jahren auf die Erde stürzte.

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China bringt wichtiges Kloster im Tibet unter Kontrolle

30. Januar 2018

Demnach sollen die Akademie von Larung Gar und das dortige Kloster durch eine Mauer getrennt werden. Neue Posten in Finanzverwaltung, Bildung und Sicherheit sollen geschaffen und zum Grossteil mit Parteivertretern besetzt werden.

Die chinesische Führung will ausserdem Lehrinhalte und die Auswahlkriterien für Studenten festlegen. Human Rights Watch beruft sich in seinem Bericht auf eine offizielle Broschüre.

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Indien: Vater baut für seine Kinder eine Straße zur Schule

18. Januar 2018

Sechs Stunden Schulweg sind zu viel, fand Jalandhar Nayak. Drei Stunden hin und drei Stunden zurück mussten seine drei Söhne aus dem kleinen Dorf Gumsahi in der indischen Provinz jeden Tag zum Unterricht laufen. Und deshalb nahm der Gemüseverkäufer vor zwei Jahren eine Schaufel und eine Hacke und fing an, einen neuen, kürzeren Weg zu bauen, berichtet der Guardian.

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Jubiläumsfilm 10 Jahre Shelter108 e.V.

24. Dezember 2017

Lhasa: Das lebendige Herz von Tibet

22. Dezember 2017

Und das merkt man im Zentrum am Jokhang-Tempel. Dieser prunkvolle Bau wurde für die chinesische Prinzessin Wencheng errichtet, die eine der Frauen von König Songtsen Gampo war.

Im Tempel steht eine Statue von Buddha Shakyamuni, welche die Prinzessin aus dem sogenannten Reich der Mitte in die Stadt gebracht hatte. Sie gilt als eine der wichtigsten Objekte der tibetanischen Religion.

Um den Tempel herum führt eine ringförmige Marktstraße namens Barkhor. Dort kann man traditionelle tibetanische Kunstwerke erwerben, wie etwa Thangkas, Statuen und auch noch andere Souvenirs. Natürlich ist das Verhandeln um den Preis, wie auf jedem orientalischen Markt, eine übliche Praktik.

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Tibet-Initiative äußert sich zu „faulem Kompromiss“

28. November 2017

Die Tibet-Aktivisten wünschen sich ein klareres Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und freuen sich, dass Fanvereinigungen das Problem mit China sofort erkannt haben: „Wie Sie wissen, haben Tibet-Aktivisten der Tibet-Initiative Deutschland e.V., gemeinsam mit Exil-Tibetern, das Spiel besucht und friedlich die tibetische Flagge gezeigt. Sie haben damit lediglich von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht. Das führte dazu, dass ein chinesischer Offizieller auf die Gruppe zuging, und gewaltsam versuchte, die Flaggen zu entreißen. Daraufhin verließ die chinesische Mannschaft den Platz, und unsere sichtlich verängstigten Mitglieder, eingeschüchtert und nicht auf Provokation aus, nahmen letztlich selbst die Flaggen herunter, um einer weiteren Eskalation vorzubeugen. Aus Angst vor weiteren Angriffen hatten sie sich sogar an die Security gewandt, um unter ihrem Schutz aus dem Stadion geleitet zu werden. Das Zeigen einer Flagge ist grundsätzlich im öffentlichen Raum erlaubt. Auch Fußballstadien sind Teil des öffentlichen Raums.

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