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Aktuelle Nachrichten zum Thema Tibet und Tibeter im Exil

Denisova-Menschen waren erste Menschenform im Hochland von Tibet

07. Mai 2019

Während die sogenannten Denisova-Menschen bislang nur durch einige wenige Fossilfragmente aus der namensgebenden Denisova-Höhle in Sibirien bekannt waren, haben Anthropologen nun einen rund 160.000 Jahre alten frühmenschlichen Kiefer aus Xiahe in China analysiert, dessen Besitzer einer Population angehörte, die eng mit den Denisovanern aus Sibirien verwandt war und während des Mittleren Pleistozäns im Hochland von Tibet gelebt und sich schon lange vor der Ankunft des homo sapiens in dieser Region an die höhenbedingt sauerstoffarme Umgebung angepasst hatte.

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Tibet, Taiwan, Tiananmen: Bei diesen Themen reagiert China sofort verärgert

30. April 2019

Bis heute darf über die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens (chin.: Tiananmen) am 4. Juni 1989 in China kaum gesprochen werden. Berichte über die Zahl der Toten gehen stark auseinander: Peking selbst spricht von „mehr als 200“, das Rote Kreuz nennt bis zu 7000 Opfer. Der damalige britische Botschafter in Peking berichtete London von bis zu 10 000 Menschen, die Chinas Militär bei der Räumung des Platzes ermordete. Vor einem Jahr, anlässlich des 29. Jahrestags des Massakers, forderte der US-Außenminister Mike Pompeo China dazu auf, endlich die offiziellen Zahlen zu veröffentlichen. Peking reagierte brüskiert, sagte, es sei alles zu dieser „politischen Störung“ gesagt worden.

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Schwergewicht: Das Buch "Murals of Tibet"

23. April 2019

Am 23. April ist der Welttag des Buches. Der Tag wurde von der UNESCO eingerichtet, seit 1995 werden an ihm Aktionen rund ums Lesen und für die Rechte von Autoren durchgeführt.

Ein besonderes Exemplar ist auf dem Bild oben zu sehen. Der Dalai Lama, religiöses Oberhaupt der Tibeter, steht hinter dem Buch "Murals of Tibet". Der Bildband zu Wandmalereien in Tibet war 2018 das Schwergewicht im deutschen Buchmarkt. 23 Kilogramm brachte das Werk auf die Waage. Mit dem Buchständer aus Holz, der wegen des Großformats dazugehört, bringt es der Tibet-Band sogar auf 60 Kilogramm.

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Tibetischer Freiheitskampf: Was kommt nach dem Dalai Lama?

23. April 2019

Viele Exil-Tibeter bangen um ihre Zukunft - auch weil sie fürchten, dass die internationale Solidarität schwinden könnte.

Dem Dalai Lama blieb nur die Flucht. Seit 60 Jahren lebt das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten - und mit ihm viele seiner Anhänger - in dem kleinen Ort McLeod Ganj, oberhalb von Dharamsala, im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Wenige Tage nach dem Aufstand der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer, am 10. März 1959, entschied sich der damals noch junge Dalai Lama, seine Heimat zu verlassen.

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Dalai Lama am Freitag aus Spital in Neu Delhi entlassen

16. April 2019

Der Dalai Lama ist am Freitag aus dem Spital entlassen worden. Wegen einer leichten Lungenentzündung war das religiöse Oberhaupt der Tibeter seit Dienstag in einer Privatklinik in Neu Delhi in Behandlung gewesen.

«Seine Heiligkeit hat heute Morgen das Spital verlassen», sagte sein Sekretär Tseten Chhoekyapa. Der 83-Jährige fühle sich «sehr gut» und sei «vollständig geheilt», sagte Chhoekyapa weiter. Der Dalai Lama werde ein paar Tage in der indischen Hauptstadt bleiben, ehe er in seinen Exilsitz im nordindischen Dharamsala zurückkehrt.

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Forscher: 210 Gletscherseen in Tibet bedrohen Menschenleben

10. April 2019

Wien (APA) - Im Himalaja gibt es Tausende Gletscherseen, deren natürliche Dämme schwächer werden. Gründe sind der tauende Dauerfrostboden und zusätzliches Schmelzwasser aus dem „ewigen Eis“ durch den Klimawandel. Jeder sechste davon bedroht menschliche Siedlungen, berichtete der Schweizer Forscher Simon Allen am Dienstag bei der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) in Wien.

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Peter Aufschnaiter: Ein großer Unbekannter im Brennpunkt der Geschichte

03. April 2019

Sein Buch konnte er nicht mehr fertig stellen. Peter Aufschnaiter, der gewissenhafte und tatkräftige Tiroler Bergsteiger, Agrarökonom und Forschungsreisende, bezeichnete sein Tibet-Manuskript kurz vor seinem Tod im Oktober 1973 noch als einen „rohen Felsklotz“. Mit dem Buch „Er ging voraus nach Lhasa“ ist nun aber, knapp fünf Jahrzehnte später, eine umfassende, penibel recherchierte Aufschnaiter-Biografie erschienen. Darin lässt der deutsche Historiker Nicholas Mailänder den gebürtigen Kitzbüheler selbst ausführlich zu Wort kommen. Co-Autor Otto Kompatscher hatte Aufschnaiters Tagebücher – in Gabelsberger-Stenografie verfasst – rückübertragen. Auszüge daraus geben Einblick in das außergewöhnliche Leben einer außergewöhnlichen Persönlichkeit – eine Persönlichkeit, die für den Leser mitunter schwer zu fassen ist. „Es ist nicht leicht, Aufschnaiter einzufangen“, bestätigt Experte Otto Kompatscher.

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Der Dalai Lama ist seit 60 Jahren im Exil

03. April 2019

Es war eine Einladung zu einer Theateraufführung, die das Fass in Lhasa vor 60 Jahren zum Überlaufen gebracht hat. Der Dalai Lama sollte am 10. März ins Lager der Volksbefreiungsarmee (PLA) Chinas kommen. Ohne übliche Gefolgschaft, nur mit ein paar unbewaffneten Leibwächtern. Damals war die PLA seit acht Jahren in Lhasa, der damals 24-jährige Dalai Lama hatte mit Chinas Kommunisten kooperiert.

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"Die Welt darf Tibet nicht vergessen!"

15. März 2019

Heute vor 60 Jahren musste der Dalai Lama, geistliches Oberhaupt der Tibeter und Friedensnobelpreisträger, aus Tibet ins benachbarte Indien flüchten. Am 10. März 1959 erhoben sich die Tibeter gegen die chinesische Besatzung. Der Aufstand wurde brutal niedergeschlagen, über 85.000 Tibeter kamen ums Leben.

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Unerwarteter Fund: Als Palmen in Tibet wuchsen

12. März 2019

Eine überraschende Entdeckung in fast fünf Kilometern Höhe über dem Meeresspiegel wirft bisherige Annahmen über das »Dach der Welt« über den Haufen. Im Boden eines ausgetrockneten Sees fand eine Arbeitsgruppe um Tao Su vom Xishuangbanna Tropical Botanical Garden in Mengla Palmwedel, jünger als sie eigentlich sein dürften.

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